Archive for the ‘Geschichte’ Category
Netzeitung der neue Medien Watchblog?
Die Netzeitung ist ja irgendwie beerdigt worden und jetzt neu erstanden. Zwar nicht aus Ruinen, sondern eher aus Bits und Bytes, die ein anderer Verlag über nachrichten.de breitet. Jetzt ist die Netzeitung nur noch ein Double Content oder großes Artikelverzeichnis, das einige News *hust weiterreicht. Der webbasierte Feedreader ohne Möglichkeit zur Gestaltung.
Allerdings könnte es auch sein, dass es sich um einen Watchblog handelt. Denn irgendwie kann man jetzt mal endlich sehen, wie weit es her ist mit dem einzigartigen Inhalten für die wir Leser ja so brav zahlen sollen!

Netzeitung zeigt doppelte und dreifache Schlagzeilen
Wahrscheinlich wurde(n) auch diese Schlagzeile(n) von einer künstlichen Intelligenz mittels des patentierten und wissenschaftlichen geprüften Verfahrens des so genannten Copy & Paste erstellt.
Aber damit noch lange nicht genug. Hier ein weiteres Schaubild.

Doppelte Schlagzeilen - wohin der Leser sieht
Es bleibt natürlich mal die ernst erlaubte Frage: Wer braucht so was? Wenn ich einen Feedreader brauche, dann habe ich vielleicht schon einen oder ich erstelle mir selbst einen. Und wenn ich nachrichten.de nutze, brauche ich mit Sicherheit die Netzeitung nicht. Ist schon schade, soetwas mit anzusehen. Aber sind wir nicht alle ein bisschen Zoomer.de?
Hier noch mehr dazu und hier auch.

Hör gut zu – Das Hörbuch
Das Hörbuch seit langer Zeit ein kleiner Ort, der die in Vergessenheit geratene Literatur-Kategorie der Lesung mehr als entstaubt hat. Hörbücher, die kleinen persönlichen Lesungen für Zuhause, Unterwegs oder auch als Begleitung bei den alltäglichen Unternehmungen wie Abwaschen, Hausputz und so weiter sind mittlerweile überall. Wie war es früher. Da ist höchtens der Literaturfreund aus der großen Stadt mal zu einer Lesung eines Autoren und eines vorlesenden Schauspielers zu einer Literaturaufführung – einem Hörbuch für einen Konzertsaal – gegangen. War das Zuhause auf dem Land, war die einzige Lesung, in deren zweifelhaften Genuss ein Schüler – gezwungen vom Lehrplan und Lehrkörper, kam. Das weckte genauso wenig Lust, wie Fahrradputzen, Müll heruntertragen oder Katzenklos sauber machen. Es gab da immer nur ein einziges Refugium und das war der Kassettenrecorder, der die neuesten Tapes der Abenteuergeschichten und Detektivgeschichten der Drei ??? oder, wenn der Haushaltsvorstand es wollte, TKKG abends beim Einschlafen gehört wurde. Das erste Hörbuch von vielen war ja ohne Zweifel die elterliche Stimme oder die der Großeltern, die dem Nachwuchs vor dem zu Bett gehen noch mal schnell ein paar Zeilen ins Ohr hauchten bis das Licht ausging.
Heute gibt es immer weniger Kassetten und noch weniger Eltern oder gar Großeltern, die dem Nachwuchs etwas vorlesen.
Doch – die neue – oftmals sehr schnellatmige Zeit hat sich ein wenig gewehrt und das Hörbuch zugelassen. Nun ist es möglich sich immer und überall etwas vorlesen zu lassen. Schön, oder? Ich habe eine Sammlung von Hörbücher. Geschichten, Abenteuer in fernen Welten, Zeiten oder in der heutigen Zeit. Alles ist dabei. Eine Lesung, die ich aufführen lassen kann, wann immer ich es will. Selbst auf den Mp3-Player oder sonstigen Abspielgeräten. Eine herrliche Angelegenheit!

Leuchte, Leuchten und Lampen
Lampe, dass ist nicht nur ein einfaches und simples Dekorationsutensil. Es ist oftmals der Ausdruck der Persönlichkeit des Besitzer. Die Leuchte, die an der Decke den Raum erhellt, kann aufwendig gestaltet sein. Der Klassiker ist hier ohne Zweifel der Kronleuchter, wie er aus vielen romantischen Filmen bekannt ist. Aber auch die passende Tischleuchte zeigt oftmals, ob deren Besitzer ein Mensch mit gutem Geschmack ist. Eine Lampe vom Antiquitätenhändler kann eine lange Geschichte erzählen oder vielmehr wohnt eine in ihr. Wer mag die Leuchte schon einmal auf dem Tisch gehabt haben? Was hat sie erhellt? Oder eine moderne Tischleuchte aus den Gedanken und Ideen eines Designers entsprungen. Diese ist vielfach nicht nur ein Objekt, sondern Kunst. Oder die Lampen, die Deutschlands Straßen ein wenig sicherer machen. Die den Weg in die heimischen Vier-Wände erleuchten? Meistens fallen diese Leuchten nur auf, wenn sie nicht funktionieren. Und dann werden sie schnell zu einem Ärgernis.
Es gibt Lampen für das Fahrrad. Gerade bei der Fahrt den Berg hoch, merkt man ihr Vorhandensein. Oder die schönen Leuchtreklamen, die für alles mögliche werben. Auch sie sind eine Ansammlung von Lampen. Aufgereiht wie Kinder in einer Reihe stehen sie nebeneinander.
Und nicht zuletzt die Stehlampe. Still fristet sie ihr Dasein, meistens in der Ecke eines Zimmer. Jedoch bei eingeschaltetem Licht sorgt die Stehlampe dafür, dass es eine angenehme Atmosphäre gibt. Eines haben sie alle gemeinsam, sind sie ein Stückchen Sonne für den Hausgebrauch. Etwas Licht, dass einen durch die Nacht begleitet oder sprichwörtlich das Licht ins Dunkle bringt.

Die besondere Immobilien für überzeugte Individualisten
Während in der Vergangenheit das Hausboot eher etwas für Aussteiger, Lebenskünstler oder Menschen in Notlagen war, hat sich das einstige Stiefkind der Wohnkultur in den letzten Jahren gewandelt und ist zu einer Wohnungsimmobilie für Menschen mit Sinn für besondere Wohnkultur geworden.
Gerade in Städten, in denen exklusiver Wohnraum rar ist, sind diese architektonischen Kleinode mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Stadtbildes geworden oder es setzt gerade der Trend zu einer Immobilie auf dem Wasser ein.
Die Norddeutsche Metropole Hamburg bietet dem zukünftigen Hausbootbesitzer eine Reihe von exzellenten Liegeplätzen im Herzen der Stadt sowie an landschaftlich reizvollen Standorten an. Das Hausboot von Heute ist eine bewohnbare Kombination aus architektonischen Glanzlichtern und hohen ökologischen Ansprüchen.
In Zusammenarbeit mit innovativen Hamburger Architekturbüros werden nach den Wünschen und Vorstellungen der Bauherren die Hausboote konzipiert und umgesetzt. Dabei reicht die Bandbreite der denkbaren Gestaltungsmöglichkeiten von 1-stöckigen bis hinzu 3-stöckigen Hausbooten mit viel Raum für eigene Ideen. Fensterfronten, eine Dachterrasse und eine weitestgehend unabhängige Energieversorgung sind Kennzeichen einer zukunftsweisenden Bauweise für Menschen, deren Leidenschaft es ist am Wasser zu leben und zu arbeiten und dabei nicht auf den gewohnten Komfort und eine angenehme Wohnatmosphäre verzichten wollen
Alle Hausboote sind so genannte Energiesparhäuser bzw. Passiv-Häuser und werden in eine komplette Infrastruktur für Hausboote eingegliedert.
Sicherlich ist eine solche Immobilien ganz gewiss nichts alltägliches und gerade jemand, der etwas sucht, was nicht unbedingt jeder in seinem Besitz hat, der wird sich für die Idee des modernen Hausbootes erwärmen können.
hamburger-hausboote.com

Oberster Journalist erklärt die (online) Welt
Ja, ja das Internet. Die unendlichen Weiten von Information und Desinformation. Das Spielbecken von kleinen und großen Meinungsmachern und nicht zuletzt vielleicht sogar der Sargnagel in das Berufsbild Journalismus. Wer früher Journalist sein wollte, der musst sich durch Volontariarte oder im besten Fall Journalistenschulen in die Postion eines Lokalredakteurs oder wenn es sogar richtig gut läuft findet er sich in einer überregionalen, nationalen oder gar weltweiten Publikation wieder. Aber, aber, aber. Heute da ist jeder Journalist. Oder meint dies zumindest. Der quasi oberste deutsche Journalist ist Michael Konken. Er gab dem Tagesspiegel ein kurzes Interview, das meines Erachtens mehr aufzeigt, als es die Kürze des Textes vermuten lässt…
Herr Konken, woran liegt es, dass Journalisten im Internet voneinander abschreiben und sich zu sehr auf Google verlassen?
Vor zehn, fünfzehn Jahren hatten Journalisten 30 Prozent Recherchezeit. In Lokalredaktionen müssen sie inzwischen mit zehn Prozent auskommen. Auch bei regionalen Zeitungen hat sich die Zeit fürs Recherchieren halbiert. Das liegt unter anderem daran, dass vielerorts massiv Stellen gestrichen werden. Manche Redaktionen haben Schwierigkeiten, in Ruhe an ein Thema heranzugehen. Da liegt der schnelle Griff zum Internet nahe, vor allem, wenn es sich um seriöse Quellen handelt. (Quelle: Tagesspiegel 30. Juni 2008)
Meine kurze Frage: Welche seriösen Quellen meint Herr Konken? Und bedeutet seine Antwort, dass die Recherche Zeit immer darüber entscheidet, ob es qualitativ hochwertig ist oder nicht?

“Damals in der NVA”
Klingt nach Kaffeeklatsch bei Oma und Opa, ist allerdings der Titel einer 4fach DVD aus dem Hause Breucom.
Die DVD Reihe wird dann auch ausführlich in der Welt und in der Berliner Morgenpost besprochen. Bei Spiegel Online sowieso.
Die Morgenpost vom 5. Mai 2008 schreibt dann auch folgerichtig:
Spannend ist diese gewaltige und unbedingt sehenswerte Sammlung, weil noch immer alte Kader der DDR-Armee von der “Friedensarmee” NVA schwafeln – wie der Ex-General Hans-Georg Löffler, der sich in seiner Autobiografie “Soldat der NVA vom Anfang bis zum Ende” rühmt, in der einzigen deutschen Armee gedient zu haben, die nie Krieg geführt habe.
(Quelle: Berliner Morgenpost 5.05.08)
Aber auch Die Welt geizt nicht mit Worten:
Spannend ist diese gewaltige und unbedingt sehenswerte Sammlung, weil noch immer alte Kader der DDR-Armee von der „Friedensarmee“ NVA schwafeln – wie der Ex-General Hans-Georg Löffler, der sich in seiner Autobiografie „Soldat der NVA vom Anfang bis zum Ende“ rühmt, in der einzigen deutschen Armee gedient zu haben, die nie Krieg geführt habe.
Quelle: Die Welt 5. Mai 2008
Wenn jetzt jemand glaubt, dass das die zwei gleichen Texte sind, so hat er recht! Denn der Autor ist derselbe! Schön, dass es noch freie Mitarbeiter bei Zeitungen gibt, die einen Text gleich mehrfach unterbringen können! Ein Toast auf Sven Felix Kellerhoff!
Leider hat er den Preis vergessen: Knapp 80,- Euro oder 320 Ostmark für das gesamte Paket und außerdem kann man die DVD noch einzeln kaufen. Wer jetzt losläuft und sich freut am Wochenende mit seinem alten Herren die alte Zeit noch mal aufleben zu lassen, dem sei doch dieser Hinweis des Herstellers ans Herz gelegt:
Hinweise:
Die auf dieser DVD gespeicherten Filme und Daten werden über einen Browser abgespielt. Daher ist die DVD nur mittels Computer (PC-, MAC- oder Linux-System) und nicht über einen DVD-Player abspielbar. Die Filme haben eine Abmessung von 640 x 480 Pixeln bei einer Bitrate von knapp 1300 kBit/s.

Vor vierzig Jahren – Anschlag auf Rudi Dutschke
Der gute alte Rudi Duschke ist heute vor vierzig Jahren schwer verletzt worden. Wie ich heute im Radio und zwar im Deutschlandfunk erfahren habe. Drei Schüsse und der deutsche Studentenführer war schwer verletzt. Der verurteilte Täter, ein Hilfsarbeiter, beging im Gefängnis Selbstmord. Dutschke selber litt jahrelang an den entstandenen Verletzungen. Näheres hier bei Wiki:
Am 11. April 1968 wurde Dutschke vor dem SDS-Büro von dem jungen Hilfsarbeiter Josef Bachmann abgepasst, der drei Schüsse auf ihn abfeuerte. Er erlitt lebensgefährliche Gehirnverletzungen und überlebte nur knapp nach einer mehrstündigen Operation. Heute erinnert eine Gedenktafel am Tatort vor dem Haus Kurfürstendamm 141 an das Attentat.

