Archive for the ‘Lustig?’ Category
Weltpolitik in kurzen Sätzen
Twitter Zeugs bei YouTube
So lässt sich doch Twitter gut ansehen… (Link: Twitter Blondine)

Warum Marcel Reich Ranicki unglaubwürdig ist
Was ist das denn für eine geniale Inszenierung eines in die Jahre gekommenen Papstes? Da geht er auf die Bühne bei der Veranstaltung “Deutscher Fernsehpreis” und wirft seinem Haussender ZDF, der auch passender Weise das Ding übertrug, Unsinn vor.
Er sagt, dass er nicht wusste was für eine Veranstaltung das ist.
Komisch. Ist ein Literaturpapst nicht in der Lage zu lesen? Wer macht denn das für ihn? Hat er einen Ghost-Reader?
Natürlich erscheinen lt. Amazon ne Menge Bücher und Hörbücher von Herrn Reich-Ranicki.
Frage mal eine PR-Studenten was er von der Nummer hält. Oder besser fragt mal Klaus Kocks, dem ewig durchs Zapp Magazin geisternden PR-Experten. Der freut sich.
Und war das ein Skandal? Ist es ein Skandal bei dem die “Angegriffenen” oder besser die Objekte des Skandals beifallklatschen, lachen und aufstehen? Hä?
Was ist das denn für ein Skandal? Nicht mal ein Skandälchen!
Und die Konsequenz ist die Diskussion auf dem Haussender ZDF darüber, ob das Fernsehen gut ist?
Ist das Glaubwürdig?
Besser wird es nicht, oder? Doch vielleicht gibt es ja bald einen Fernsehkanon von Herrn Reich-Ranicki mit Sendungen, die er gut findet. Im D-Radio hat er gesagt, dass er gerne Arte und 3-Sat schaut. Warum findet da die ganze Sache nicht statt?
Quatsch mit Soße habe ich als Kind immer gesagt. Und genau hier würde ich das Niveau ansiedeln.

“Ja! Jaaa! JAAAA!” im Flugzeug
Ich bin letztens noch geflogen und zwar nicht die Treppe runter, um Fips Asmussen zu huldigen, sondern auf eine nette Insel (Bericht folgt!). Und da gingen doch merkwürdig vielen Menschen, vermutlich Lehrer und anderes verbeamtetes Volk fortwährend auf das Klo. Ich musste nicht einmal während der vier Stunden Flug. Ich habe auch keine Kommunionsblase, wie die Menschen in der Region meiner Schlafwandelszeit sagen würden. Jetzt habe ich bei der TAZ einen Hinweis darauf gefunden, warum sie so zahlreich das stille Örtchen aufgesucht haben.
Eine Meinung habe ich nicht wirklich dazu und ich gehöre diesem Club jedenfalls nicht an. Frage mich nur warum die Taz hier eine Bruchlandung auf dem Boulevard macht? Sollen da neue Leserschichten erschlossen werden? Oder ist es einfach nur so, dass das Sommerloch alles verschlingt, was halbwegs von Interesse ist?

Lustiger Artikel in der Welt oder war es Computerbild?
Es ist schon manchmal lustig, wie “Artikel” in Zeitungen landen, die eigentlich bei einer kurzen Recherche im eigenen Anspruch hängen bleiben müssten. Auf der Internetseite der Welt ist am 10. Juli ein Artikel mit der Überschrift “Viren & Co: Die Liste der 100 gefährlichsten Seiten im Internet” erschienen. Der weitesgehend sinnfreie Artikel (es handelt sich eigentlich um PR für die Computerbild) schreibt was von Viren und Trojaner etc. Dumm nur, dass es keinen Link zum Computer Bild Artikel gibt. Und unten dran sind (noch) herrliche Kommentare dazu!
11.07.2008, 13:43 Uhrhaha köstlich. Da hat aber mal jemand null Ahnung.Das ist ja wirklich reinste Panikmache. Weder ist Astalavista.box.sk eine Tarnseite für Trojaner noch kann man auf mininova.org irgendwelche illegalen Inhalte runterladen.
Mal ganz abgesehen davon, dass es wenig hilfreich für Oma Elisabeth ist, wenn sie auf welt.de ließt, dass XXXXXXX ne böse seite ist, wird diese Seite sicher nicht wesentlich länger als 20 Tage existieren.
Und wer erwartet bitte, wenn er auf einschlägige Seiten wie cracks.am geht, dass die Seite trojaner frei ist? Das wäre ja wie ein Gefängniss ohne Straftäter.11.07.2008, 12:14 Uhr

Die Schweden haben es herausgefunden!
Wer immer gedacht hat, dass die Wissenschaft doch eigentlich nur so vor sich hin forscht und nicht wirklich erhellendes bringt, der wird nun eines besseren belehrt! Haben Sie sich auch schon mal gefragt, warum viele Frauen einen homosexuellen Freund haben? Wie zum Beispiel zuletzt gesehen in “Sex and the City”? Wenn ja, dann haben schwedische Forscher endlich den wissenschaftlichen Beweis angetreten und herausgefunden, dass Frauen und homosexuelle Männer gleich ticken! (Keine wirkliche Neuigkeit – aber es ist doch immer besser sich auf Wissenschaftler zu berufen!)
So lese ich in der Augsburger Allgemeinen vom 17. Juni 2008:
Die Testteilnehmer seien auf zwei Merkmale untersucht worden, die «wahrscheinlich nicht durch erlernte Muster oder Verhalten direkt beeinflusst» seien, schreiben die Forscher des Stockholmer Brain Institute. Demnach sind bei Schwulen und heterosexuellen Frauen beide Gehirnhälften gleich groß. Bei Lesben und heterosexuellen Männern stellten die Forscher hingegen eine größere rechte Gehirnhälfte fest.
Mir fallen dazu zwei Dinge ein:
- “Schwule Mädchen” von Fettes Brot
- Das gute alte Kinderlied “Die Wissenschaft hat festgestellt…” *Summ

Farin Urlaub zu dies und das
Farin Urlaub, der charismatische Sänger der Band “Die Ärzte” hat sich im Tagesspiegel mit Sven Goldmann über Fans, Musik im Allgemeinen, “Die Ärzte”, Angst und Schrecken sowie noch viele andere Dinge des Lebens eines Musikers unterhalten. Herausgekommen ist ein typisches Farin Urlaub Interview mit viel Humor und solchen netten Passagen wie:
Von den Fans werden Sie als beste Band der Welt vergöttert. Wird das auf Dauer nicht langweilig? Oder ist ein Auftritt in Berlin noch was Besonderes?
Was Besonderes? Hallo? Natürlich! Ich kann noch so weit weg wohnen, aber ich werde immer ein Berliner bleiben. Das ist ja der Grundfehler, den die Schwaben machen, wenn sie aus ihrem Dorf hierher ziehen und sagen: „Ich bin ein Berliner!“ Nee, Alter, biste eben nicht. Du bist und bleibst ein Schwabe, der in Berlin wohnt.
Quelle: Tagesspiegel 28.05.2008
1A Schwaben-Bashing! Ob Elke auch aus dem Schwabenländle kommt?

Email für dich!
Hahaha. Dieser gleichnamige Film Schmonzette aus den 90er Jahren (?) scheint Pate gestanden zu haben für die Forschungsarbeit der Universität Leipzig. Denn der gewählte Namen und die Domain sagen, laut den Wissenschaftlern, etwas für die Person aus, die sich hinter xx@xyz.de verbirgt.
E-Mail-Schreiber mit Adressen, die Wörter wie “king” oder “the best” beinhalten, würden vor Selbstbewusstsein strotzen und freizügige E-Mail-Adressen erwecken den Eindruck, man habe es mit einer narzistischen Person zu tun. “Wer einen Fantasienamen wie honey.bunny für seine E-Mail-Adresse wählt, wird als weniger offen eingeschätzt”, sagt Back. “Wer seinen echten Namen angibt und Punkt oder einen Unterstrich zwischen dem Vor- und Nachnamen einsetzt, wird als korrekt oder sogar als penibel empfunden, da er auf die genaue Trennung der Namen achtet”. Auch die Wahl des Providers sage etwas über den Charakter aus. Wessen E-Mail-Adresse mit @t-online endet, werde als pflichtbewusst angesehen. Wer beim Provider Hotmail ist, sei offen für Neues und beeinflussbar. Wer die Domain “.de” wählt, wird von den Testteilnehmern als gewissenhafter eingeschätzt als E-Mail-Schreiber mit einer “.com”-Domain.
Da “Hotmail” so explizit und ebenso “T-Online” erwähnt werden, frage ich mich, ob sowohl bei der Süddeutschen als auch bei den Leipziger Forscher jemand vom Software Riesen aus Seattle und vom rosa Riesen aus Bonn die Hände bzw. das Portemonnaie im Spiel hatte. Spekulationen über meine Adresse “g” PUNKT “Eisenach” verbiete ich mir!

Endlich kenne ich das Geschlecht von Zeitungen
Man kann natürlich sagen: “Och. Was für eine unnötige Information!” oder “Das kann man doch am Artikel sehen!”. Allerdings ist im Zeitalter von “ich geh´ Fussball, diggar” nicht immer klar, ob der Artikel nicht so langsam an Bedeutung in Deutschland verliert.
Aber jetzt gibt es Hilfe und zwar von den Zeitungen bzw. deren Online-Ausgaben!
So stand bei Spiegel Online am 22.04. April folgendes:
Schlemmen steigert Chance auf Jungen
Frauen, die sich einen Jungen wünschen, sollten vor der Zeugung kräftig essen: Kalorienreiche Speisen sorgen laut einer britischen Studie eher für männlichen Nachwuchs als Diätkost. Steht ein Jahrzehnte altes Rätsel vor der Lösung? Quelle: Spiegel – Online 22.04.08
Dass in die Jahre gekommene Sturmgeschütz der Demokratie schiebt also den männlichen Nachwuchs in die Headline Front.
Hingegen finde ich am 23. 04. 08 in der Tageszeitung kurz TAZ folgendes:
Hungern für ein Mädchen
Werdende Mütter, die sich kalorien- und nährstoffreich ernähren, bringen häufiger Jungen zur Welt als jene, die energiearm essen, so eine Studie. Auch regelmäßiges Frühstücken beeinflusst das Geschlecht. Quelle Taz 23.04
Die “linke” Tageszeitung sorgt mit ihrer Headline für einen sauberes 1:1 im Geschlechterkampf. Hat allerdings einen Tag länger gedauert als bei SPON. Gab es nicht mal einen Song “Frauen kommen langsam aber gewaltig.”? Nun ja. Interessanter finde ich, dass das “Schlemmen” für die Herren der Schöpfung reserviert ist. Das Hungern für die Damen!

