Der “Scheibenwischer” ist abgenutzt
“Scheibenwischer”, die Kabarett-Sendung im Ersten, war ja eigentlich immer ein Highlight – zumindest in den letzten Jahrzehnten. Doch mittlerweile scheint der Lack das Gummi ab zu sein. Das findet der Fernsehkritiker Thomas Becker von der Süddeutschen Zeitung.
Die Kritik fängt schon so an, dass man eigentlich den ganzen Artikel nicht mehr zu lesen braucht:
Nur fad
Es klingt furchtbar rückwärtsgewandt, muss aber jetzt sein: Der “Scheibenwischer” ist bei sehr weitem nicht mehr das, was er mal war. Er ist nur noch: belanglos. Besserung nicht in Sicht. Quelle: Süddeutsche 18.04.
Die Kritik beschäftigt sich in erster Linie mit den mangelnden Schwung der Sendung. Es ist alles nur noch erwartungsgemäß. Quasi ein verbales Fußball-WM-Finale bei dem der Schütze des Siegtores schon vor der Partie bekannt ist. Vielleicht sollte Herr Becker einfach mal zum Zweiten schalten. Priol und Schramm sind dort wesentlich schwungvoller, wie ich finde. Jonas und Richling sind wohl irgendwie am Ende. Aber schließlich muss ja jeder Scheibenwischer nach einer bestimmten Zeit ausgewechselt werden.


Naund? (1 comments)
20. April 2008 at 13:49
Der Vergleich mit dem WM-Finale ist schön. Allerdings ist Kabarett doch eh im Abseits, um beim Fußball zu bleiben. Dieses öde Gelabbere über die da oben holt doch eh nur noch ganz furchtbar Eingefleischte hinterm Herd vor. Es bleibt wie immer nur der alte Rat: “Nimm ein gutes Buch!”
Tobie (1 comments)
21. April 2008 at 12:51
@na und? Ich finde nicht das Kabarett im Abseits ist. Scheibenwischer ist für mich immer noch eine Institution mit steigender Berechtigung. Gerade, wenn ich mir das Comedy Zeug auf den privaten anschaue. Bitte eher mehr als weniger davon.