Ein Loch im Milch-See
Bauern protestieren. Sie kippen Milch weg. Klingt nach französischen Landwirten, die ihrer Regierung und den Leuten der EU mal wieder zeigen wollen, dass es nicht so weitergehen kann. Doch was nach dem Temperament unserer netten Nachbarn klingt, ist eine Diskussion, die in Deutschland betrieben wird. Da wir uns immer noch als Land der Dichter und Denker bezeichnen, gibt es in der Frankfurter Rundschau vom 10. Mai mal einen netten Artikel dazu.
Für Gottwald beginnt hier die klassische Güterabwägung und es kommen neben ernährungs- auch sozialethische Argumente ins Spiel. Den zeitlich begrenzten Protest deutet der katholische Theologe und Philosoph als Symbolhandlung. Die Milchvernichtung ist für ihn die Ultima ratio, um auf die existenzielle Gefährdung der bäuerlichen Landwirtschaft hinzuweisen.
Quelle: Frankfurter Rundschau 10.05.2008
Wie es so schön in der Werbung heißt: Die Milch machst! Und zwar ab sofort auch als legitimes Protestmittel – wenn es nach dem Artikel aus der FR geht. Nicht auszudenken, wenn die Bier-Brauer in diesen Streik mit eingreifen!

