Endlich kenne ich das Geschlecht von Zeitungen
Man kann natürlich sagen: “Och. Was für eine unnötige Information!” oder “Das kann man doch am Artikel sehen!”. Allerdings ist im Zeitalter von “ich geh´ Fussball, diggar” nicht immer klar, ob der Artikel nicht so langsam an Bedeutung in Deutschland verliert.
Aber jetzt gibt es Hilfe und zwar von den Zeitungen bzw. deren Online-Ausgaben!
So stand bei Spiegel Online am 22.04. April folgendes:
Schlemmen steigert Chance auf Jungen
Frauen, die sich einen Jungen wünschen, sollten vor der Zeugung kräftig essen: Kalorienreiche Speisen sorgen laut einer britischen Studie eher für männlichen Nachwuchs als Diätkost. Steht ein Jahrzehnte altes Rätsel vor der Lösung? Quelle: Spiegel – Online 22.04.08
Dass in die Jahre gekommene Sturmgeschütz der Demokratie schiebt also den männlichen Nachwuchs in die Headline Front.
Hingegen finde ich am 23. 04. 08 in der Tageszeitung kurz TAZ folgendes:
Hungern für ein Mädchen
Werdende Mütter, die sich kalorien- und nährstoffreich ernähren, bringen häufiger Jungen zur Welt als jene, die energiearm essen, so eine Studie. Auch regelmäßiges Frühstücken beeinflusst das Geschlecht. Quelle Taz 23.04
Die “linke” Tageszeitung sorgt mit ihrer Headline für einen sauberes 1:1 im Geschlechterkampf. Hat allerdings einen Tag länger gedauert als bei SPON. Gab es nicht mal einen Song “Frauen kommen langsam aber gewaltig.”? Nun ja. Interessanter finde ich, dass das “Schlemmen” für die Herren der Schöpfung reserviert ist. Das Hungern für die Damen!

