So – So – Aha!

Alles was an Geschichten so anfällt

Archive for the ‘interview’ tag

Stein auf Stein – Das Architekturverständnis von Albert Speer jr.

without comments

Albert Speer Junior ist wie sein Vater auch Archithek geworden. Was beide verbindet, ist die Größe der Projekte. Der ältere widmete sich Germania und der Sohnemann sucht im Moment in China sein Glück. Der Fankfurter Rundschau (29.07.08) hat er ein Interview gegeben, wo er sich den Fragen von Thomas Wolff stellt. Es geht um die Moral in der Architektur, das Arbeiten in Gesellschaften, die nicht so ganz unserem Verständnis von Demokratie entsprechen und um ökologisches Bauen. Natürlich ist auch die Olympiade 2008 ein Thema.

Insgesamt ein spannendes Interview mit jemanden, der sonst eigentlich ziemlich pressescheu ist.

Hier findet sich Albert Speer Jr.!

Share This Post

Written by Gunter Eisenach

Juli 29th, 2008 at 5:45 pm

Oberster Journalist erklärt die (online) Welt

without comments

Ja, ja das Internet. Die unendlichen Weiten von Information und Desinformation. Das Spielbecken von kleinen und großen Meinungsmachern und nicht zuletzt vielleicht sogar der Sargnagel in das Berufsbild Journalismus. Wer früher Journalist sein wollte, der musst sich durch Volontariarte oder im besten Fall Journalistenschulen in die Postion eines Lokalredakteurs oder wenn es sogar richtig gut läuft findet er sich in einer überregionalen, nationalen oder gar weltweiten Publikation wieder. Aber, aber, aber. Heute da ist jeder Journalist. Oder meint dies zumindest. Der quasi oberste deutsche Journalist ist Michael Konken. Er gab dem Tagesspiegel ein kurzes Interview, das meines Erachtens mehr aufzeigt, als es die Kürze des Textes vermuten lässt…

Herr Konken, woran liegt es, dass Journalisten im Internet voneinander abschreiben und sich zu sehr auf Google verlassen?

Vor zehn, fünfzehn Jahren hatten Journalisten 30 Prozent Recherchezeit. In Lokalredaktionen müssen sie inzwischen mit zehn Prozent auskommen. Auch bei regionalen Zeitungen hat sich die Zeit fürs Recherchieren halbiert. Das liegt unter anderem daran, dass vielerorts massiv Stellen gestrichen werden. Manche Redaktionen haben Schwierigkeiten, in Ruhe an ein Thema heranzugehen. Da liegt der schnelle Griff zum Internet nahe, vor allem, wenn es sich um seriöse Quellen handelt. (Quelle: Tagesspiegel 30. Juni 2008)

Meine kurze Frage: Welche seriösen Quellen meint Herr Konken? Und bedeutet seine Antwort, dass die Recherche Zeit immer darüber entscheidet, ob es qualitativ hochwertig ist oder nicht?

Share This Post

Written by Gunter Eisenach

Juli 3rd, 2008 at 10:46 pm

Farin Urlaub zu dies und das

without comments

Farin Urlaub, der charismatische Sänger der Band “Die Ärzte” hat sich im Tagesspiegel mit Sven Goldmann über Fans, Musik im Allgemeinen, “Die Ärzte”, Angst und Schrecken sowie noch viele andere Dinge des Lebens eines Musikers unterhalten. Herausgekommen ist ein typisches Farin Urlaub Interview mit viel Humor und solchen netten Passagen wie:

Von den Fans werden Sie als beste Band der Welt vergöttert. Wird das auf Dauer nicht langweilig? Oder ist ein Auftritt in Berlin noch was Besonderes?

Was Besonderes? Hallo? Natürlich! Ich kann noch so weit weg wohnen, aber ich werde immer ein Berliner bleiben. Das ist ja der Grundfehler, den die Schwaben machen, wenn sie aus ihrem Dorf hierher ziehen und sagen: „Ich bin ein Berliner!“ Nee, Alter, biste eben nicht. Du bist und bleibst ein Schwabe, der in Berlin wohnt.

Quelle: Tagesspiegel 28.05.2008

1A Schwaben-Bashing! Ob Elke auch aus dem Schwabenländle kommt?

Share This Post

Written by Gunter Eisenach

Mai 30th, 2008 at 9:40 am

Oskar weiterhin auf Interview-Tingel-Tour

without comments

So langsam sollten Tour-T-Shirts von Oskar Lafontaine in Auftrag geben werden. Hat er bereits der Taz am 9. Mai ein Interview gegeben, so ist der Tagesspiegel am 18. Mai dran. Das Taz Interview habe ich  auf Lesenswert24.de beleuchtet.

Beim Tagesspiegel sagt er eigentlich auch nicht viel Neues. Die üblich verdächtigen Worthülsen und das Kohlsche Nicht-Beantworten von Fragen sind auch hier auf der Tagesordnung.

Aber Sie haben kein Grundsatzprogramm, das über den Tag hinausgeht. Wollen Sie die Wähler lieber im Ungewissen lassen?

Wir haben programmatische Eckpunkte, in denen alles Wichtige geregelt ist. Sie wurden durch Mitgliederentscheid verabschiedet. In der Außenpolitik lehnen wir Krieg ab und achten auf das Völkerrecht. In der Innenpolitik wollen wir die Zerstörung des Sozialstaates ersetzen durch eine Politik, die den Arbeitnehmern wieder Reallohnzuwächse zugestehen will und den Rentnerinnen und Rentnern eine armutsfeste Rente.

Ist nicht wirklich eine Antwort auf die Frage: “Wollen Sie die Wähler im Ungewissen lassen?” oder?

Sie wollen 2009 Ministerpräsident im Saarland werden, und bei den Bundestagswahlen will die Linke wieder mit zweistelligem Ergebnis ins Parlament einziehen. Kann eine linke Partei sich leisten, ohne Programm anzutreten?

Dass wir kein Programm haben, ist Propaganda unserer Gegner. Wir verändern mit unserem Programm die deutsche Politik. Nehmen Sie die Steuerpolitik. Da kopiert die CSU unsere Vorschläge: Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen, die Wiedereinführung der Pendlerpauschale und die Erhöhung des Grundfreibetrags. Das Mindeste, was CDU/CSU noch vor der Bundestagswahl von uns übernehmen müssten, wäre die Beseitigung der kalten Steuerprogression. Unser Antrag dazu liegt im Bundestag. Ohne einen inflationsbereinigten Steuertarif müssen die Arbeitnehmer allein von 2006 bis 2012 über 60 Milliarden Euro zusätzlich bezahlen.

Auf die Feststellung, dass der Herr Lafontaine saarländischer Ministerpräsident werden will, geht er nicht ein. Und zur Höhe von kommenden Wahlergebnisse auch nicht. Nur – wie gewohnt – auf die CSU Forderung nach einer Steuersenkung und die übliche Wiedereinführung der Pendlerpauschale. Gegenfinanzierung: Fehlanzeige.

Quelle für das Interview: Tagesspiegel 18. Mai 2008

Share This Post

Written by Gunter Eisenach

Mai 18th, 2008 at 11:06 am