Archive for the ‘sueddeutsche’ tag
Die SPD – Eine Partei zwischen nichts und nirgendwo
Die alte Tante SPD ist nicht nur in die Jahre gekommen, sondern mittlerweile auch unter die Räder der Neuen MItte und der Linken. Wo steht man eigentlich, wo will man hin und wie können sie den Menschen klar machen, dass die Partei noch für was gebraucht wird. Sei es im schlechtesten Fall Mehrheitsbeschaffer für die CDU in einer Großen Koalition. Page up – Page down diskutieren alle Medien, egal ob gedruckt oder virtuell – was oder wer der Wurm ist, der sich im Apfel SPD eingenistet hat.
Eine neue Stimme ist dazu gekommen und nennt sich Degler und publiziert in der Süddeutschen Zeitung.

Heraus mit den grauen Eminenzen.
Zum SPD Sommertheater (in der Hauptrolle: Wolfgang Clement) sollte man eigentlich nicht mehr soviel sagen. Es ist ein genauso ärgerliches Thema wie die Meinungsäußerungen von Thilo Sarrazin oder die nervige Schwüle draußen. Aber manchmal melde sich ja doch einer zu Wort, der wirklich was zu sagen hat oder die Dinge für uns Außenstehende mal vernünftig einordnet und vor allem – was in dieser Zeit nicht wirklich häufig ist – eine Meinung hat, die auch noch fundiert und argumentativ nett nachzulesen ist.
Doch wer ist dieser Mann? Erhard Eppler – ne ganz große SPD Nummer in den 60er und 70er Jahren.
Zu finden ist der schöne Artikel in der Süddeutschen Zeitung vom 7. August 2008. Online Variante hier!

Email für dich!
Hahaha. Dieser gleichnamige Film Schmonzette aus den 90er Jahren (?) scheint Pate gestanden zu haben für die Forschungsarbeit der Universität Leipzig. Denn der gewählte Namen und die Domain sagen, laut den Wissenschaftlern, etwas für die Person aus, die sich hinter xx@xyz.de verbirgt.
E-Mail-Schreiber mit Adressen, die Wörter wie “king” oder “the best” beinhalten, würden vor Selbstbewusstsein strotzen und freizügige E-Mail-Adressen erwecken den Eindruck, man habe es mit einer narzistischen Person zu tun. “Wer einen Fantasienamen wie honey.bunny für seine E-Mail-Adresse wählt, wird als weniger offen eingeschätzt”, sagt Back. “Wer seinen echten Namen angibt und Punkt oder einen Unterstrich zwischen dem Vor- und Nachnamen einsetzt, wird als korrekt oder sogar als penibel empfunden, da er auf die genaue Trennung der Namen achtet”. Auch die Wahl des Providers sage etwas über den Charakter aus. Wessen E-Mail-Adresse mit @t-online endet, werde als pflichtbewusst angesehen. Wer beim Provider Hotmail ist, sei offen für Neues und beeinflussbar. Wer die Domain “.de” wählt, wird von den Testteilnehmern als gewissenhafter eingeschätzt als E-Mail-Schreiber mit einer “.com”-Domain.
Da “Hotmail” so explizit und ebenso “T-Online” erwähnt werden, frage ich mich, ob sowohl bei der Süddeutschen als auch bei den Leipziger Forscher jemand vom Software Riesen aus Seattle und vom rosa Riesen aus Bonn die Hände bzw. das Portemonnaie im Spiel hatte. Spekulationen über meine Adresse “g” PUNKT “Eisenach” verbiete ich mir!

Der “Scheibenwischer” ist abgenutzt
“Scheibenwischer”, die Kabarett-Sendung im Ersten, war ja eigentlich immer ein Highlight – zumindest in den letzten Jahrzehnten. Doch mittlerweile scheint der Lack das Gummi ab zu sein. Das findet der Fernsehkritiker Thomas Becker von der Süddeutschen Zeitung.
Die Kritik fängt schon so an, dass man eigentlich den ganzen Artikel nicht mehr zu lesen braucht:
Nur fad
Es klingt furchtbar rückwärtsgewandt, muss aber jetzt sein: Der “Scheibenwischer” ist bei sehr weitem nicht mehr das, was er mal war. Er ist nur noch: belanglos. Besserung nicht in Sicht. Quelle: Süddeutsche 18.04.
Die Kritik beschäftigt sich in erster Linie mit den mangelnden Schwung der Sendung. Es ist alles nur noch erwartungsgemäß. Quasi ein verbales Fußball-WM-Finale bei dem der Schütze des Siegtores schon vor der Partie bekannt ist. Vielleicht sollte Herr Becker einfach mal zum Zweiten schalten. Priol und Schramm sind dort wesentlich schwungvoller, wie ich finde. Jonas und Richling sind wohl irgendwie am Ende. Aber schließlich muss ja jeder Scheibenwischer nach einer bestimmten Zeit ausgewechselt werden.

